Start Auszüge aus unserem Schulprogramm Leistungsmessung und -beurteilung

Grundsätze zur Leistungsmessung und Leistungsbeurteilung

Grundlagen der Leistungsmessung und -beurteilung sind
- der schuleigene Arbeitsplan
- die Ausführungen im Lehrplan
- die verbindlichen Anforderungen Ende Klasse 2 bzw. 4.

Leistungen werden vor dem Hintergrund folgender Grundsätze beobachtet (nach Horst Klaus Berg: Zehn Gebote für den Umgang mit Leistung):

  • Stärkung des Selbstgefühls des Lernenden
  • Verantwortung für sich selbst und die Arbeit
  • Nutzung von Begabungen und Chancen
  • Wertschätzung der Person über (messbare) Erfolge hinaus
  • Bewusstmachen der Lernfortschritte
  • Fehler als Anreiz zum Wachstum
  • Transparenz gegenüber dem Kind und den Eltern

Folgende Leistungskriterien- und dokumente werden zur Bewertung herangezogen:

  • mündliche Mitarbeit, sowohl quantitativ als auch qualitativ
  • Hefte und Schnellhefter u.ä. (Führung, Ordnung der Unterlagen, Richtigkeit)
  • Beobachtungen zu Gruppenprozessen / sozialen Fähigkeiten
  • Einhaltung des allgemeinen Regelwerks
  • Kommunikationskompetenz
  • Anstrengungsbereitschaft
  • Lernzielkontrollen, die aus dem Unterricht erwachsen
  • Beobachtungen zu den Bereichen, welche durch Beobachtungsbögen dokumentiert werden.
  • Lerntagebuch und Portfolio


Fach Deutsch:

Rechtschreiben:

In Klasse 1 wird besonders die Entwicklung der Lauttreue beobachtet.

In Klasse 2 - 4 werden unter Berücksichtigung der tragfähigen Grundlagen der Rechtschreibung mehrere Klassenarbeiten pro Halbjahr mit unterschiedlichen Schwerpunkten zur Überprüfung der Rechtschreibleistung geschrieben.

Die tragfähigen Grundlagen sind:

Diese Bereiche werden in den einzelnen Schuljahren unterschiedlich gewichtet.
- richtig abschreiben
- mit Lernwörtern üben
- Wörter nachschlagen
- kontrollieren und korrigieren
- mit Regelungen umgehen

In Klasse 2 - 4 werden Lernzielkontrollen mit der Bewertung nach Beate Leßmann durchgeführt. Dabei findet eine Entwicklung im Laufe der Schuljahre statt vom geübten Text über Lernwörter gestützte Diktate bis zu frei geschriebenen eigenen Texten.

Sprachgebrauch:

Bei der Beurteilung im Bereich Sprachgebrauch fließen Beobachtungen zum mündlichen Sprachverhalten aus allen Unterrichtsbereichen ein. In Beobachtungsbögen wird das mündliche Sprachverhalten dokumentiert. Lernerfolgskontrollen im Bereich Grammatik ergänzen die Beurteilungen ab Klasse 2.

Gestaltung von Texten:

Klasse 1 und 2:

Die Kinder nutzen viele Gelegenheiten zum freien und angeleiteten Schreiben aus der kindlichen Lebenswirklichkeit (Briefe z.B. an Klassentier, Tagebuch, freies Schreiben zu Bilderbüchern, Fotos, Aktionen, Klassenfreundschaftsbuch; Elfchen). Die KlassenlehrerIn beobachtet und fördert die Fähigkeiten zur schriftlichen Darstellung von Sachverhalten und Geschichten. Die KlassenlehrerIn gibt Kindern und Eltern schriftlich und mündlich Rückmeldung über die Entwicklung o.g. Fähigkeiten.

Klasse 3 und 4:

Die Kinder werden im Unterricht auf die verschiedenen Textformen vorbereitet. Diese sind zum Beispiel: Brief, Bildergeschichte, Fantasiegeschichte, Schreiben zu Märchen, Gedichtewerkstatt, Anleitung, Steckbrief, Beschreibung, Zusammenfassung, Nacherzählung. Gemeinsam mit den Kindern werden Kriterien erarbeitet, die die einzelnen Textformen enthalten sollen. Diese Kriterien finden sich in tabellarischer Form unter dem Aufsatz wieder und sind entsprechend ihrer Ausprägung maßgebend für die Note.


Lesen:

Entsprechend der Klassenstufe werden in verschiedenen Lesetests die Lesefertigkeit und das sinnentnehmende Lesen getestet. Die Fähigkeit vorzulesen (gestalterisches Lesen) fließt mit in die Note ein. Vorrangiges Ziel ist die Förderung der "Leselust".


Fach Mathematik:

Grundlage der Leistungsbewertung sind die Tests des verwendeten Unterrichtswerkes "Welt der Zahl" sowie die Beobachtungen aus dem Unterricht analog zu den Beobachtungsbögen im o.g. Unterrichtswerk.

Die Gesamtnote 1 im Fach Mathematik kann nur erreicht werden, wenn über die Tests hinaus Leistungen erbracht werden, insbesondere solche, die Übertragungskompetenz erfordern.
Die 3 Kompentenzstufen (siehe Lehrplan) werden berücksichtigt.


Fach Sachunterricht:

Grundlage der Leistungsbewertung sind folgende Kriterien:

  • Interesse am Fach zeigen
  • Ergänzen von Unterrichtsmaterial
  • Fragehaltungen entwickeln
  • Verantwortung übernehmen
  • eigene Ideen entwicklen und umsetzen
  • selbstständig recherchieren
  • präsentieren und moderieren
  • Werkstattarbeit (Quantität, inhaltliche Qualität, Arbeitsweise)
  • planen, durchführen und dokumentieren von Versuchen
  • schriftliche Überprüfungen

Fach Englisch:

Die Leistungsbewertung bezieht sich auf alle Bereiche des Faches, wobei die Schwerpunkte Sprechen/ Hörverstehen / Hör-Seh-Verstehen / Leseverstehen vorrangig berücksichtigt werden. Dabei haben einen besonderen Stellwert:

  • Kommunikationsbereitschaft
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Verfügbarkeit elementarer Redemittel

    Im Einzelnen sind zu bewerten:
  • verfolgen den einsprachigen Unterricht und beteiligen sich
  • verstehen häufig wiederkehrende classroom phrases
  • erkennen einzelne Worte und Wortfolgen
  • erfassen wesentliche Inhaltsaspekte von authentischen und kindgemäßen Texten, wie Liedern und Reimen
  • antworten auf geläufige Fragen
  • spielen / sprechen kurze Dialoge nach
  • gebrauchen vertraute formelhafte Wendungen
  • sprechen vertraute Wörter und Redewendungen korrekt aus
  • tragen kurze bekannte Texte auswendig vor
  • bilden einfache Sätze und erproben ihre eigenen Sprechmöglichkeiten
  • beschriften Bilder mit bekanntem und vorgegebenem Wortmaterial

Der Schwerpunkt Orthographie geht nicht in die Bewertung ein.

Fach Sport:

Die Leistungsbewertung bezieht sich auf mündliche Leistungen (im Gesprächskreis) und praktische Leistungen (Beobachtungen bei Mannschaftsspielen, Vorführen von selbst gestalteten Küren im turnerischen Bereich...)

zu bewerten sind:

  • der individuelle Lernfortschritt
  • die Anstrengungsbereitschaft
  • koordinative und konditionelle Fähigkeiten
  • das technische Können
  • das taktische Können
  • das kreativ-gestalterische Können
  • die sozialen Kompetenzen, wie Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme, Kooperationsbereitschaft, Fairness und die Fähigkeit zur Konfliktbewältigung
  • die Regelkenntnis

Wichtigkeit der Transparenz und der Rückmeldung:
Kinder sollten immer über die Beurteilungskriterien informiert werden und eine angemessene Rückmeldung über ihr Können bekommen.


Fach Musik:

Leistungen im Musikunterricht zeigen sich sprachlich, affektiv und sozial.
Von Klasse 1 bis 4 sind die folgende Kriterien grundlegend:

  • Toleranz gegenüber unterschiedlichem Musikgeschmack.
  • Offenheit bezüglich verschiedener Stilrichtungen und Epochen (bei Musikstücken).
  • richtige Anwendung von eingeführten musikalischen Fachbegriffen
  • sich angemessen über erlebte Musik ausdrücken
  • "Musik hören": Das genaue Hören sowie die Einhaltung vereinbarter Regeln (Hörhaltung) sind Orientierungspunkte bei der Bewertung.
  • "Musik machen (mit der Stimme)": begeistertes Mitsingen und das nach Übung melodische, rhythmische und dynamische Singen
  • "Musik machen (mit Instrumenten)": sachgemäßer und vorsichtiger Umgang sowie der richtige Einsatz,das kreative und rhythmische Spiel.
  • "Musik umsetzen": Beispiel: Bewegungen koordinieren und zur Musik passende Bewegungsformen erfinden.


Fach Religion:

Die Leistungsbewertung im Fach Religion bezieht sich auf mündliche, schriftliche und praktische Leistungen der SchülerInnen.
Beobachtungen und Arbeitsergebnisse als Grundlage für die Leistungsbewertung sind:

  • Teilnahme an Ritualen, Gebeten, Meditationen und Stilleübungen
  • Handelnde Umsetzung der christlichen Friedensbotschaft (z.B. Nächstenliebe)
  • Fragehaltung/Interesse und Urteils- und Reflexionsvermögen
  • Kenntnisse und Übertragung biblischer Geschichten und der Feste im Kirchenjahr
  • Übertragungen auf symbolischer Ebene (Transzendenz)
  • Verantwortung für die Schöpfung
  • Sich auf Gemeinschaft einlassen und diese positiv prägen
  • Lerntagebücher


Fach Kunst:
Schülerarbeiten im Fach Kunst sind immer auch persönliche Mitteilungen der Kinder, denen wir mit Offenheit, Achtung und Wertschätzung begegnen.

  • Unterrichtsmitarbeit in Erarbeitungsphasen
  • Umgang mit Unterrichtsmaterialien/Sorgfalt
  • Offenheit und Experimentierfreude
  • Referate/Informationsbeschaffung zu bedeutenden Künstlern/ Inhalten des Unterrichts
  • Reflexion eigener und fremder Arbeiten (Selbst- und Fremdeinschätzung)
  • Verlässlichkeit beim Besorgen von Unterrichtsmaterialien
  • Bildbetrachtung und -bewertung (Kunstwerke)
  • Würdigung der Leistungen anderer/sozial verträgliche Kritik

Kriterien für praktische Arbeiten

  • Ergebnis: individuell, originell, sorgfältig, kriterienbezogen
  • Einhalten von Arbeitsanweisungen/Befolgen von Anweisungen
  • Kreativität (Ideenreichtum und Umsetzungspotential)
  • Genauigkeit/Exaktheit der Darstellung
  • Farbauswahl, Bildanordnung, räumliches Vorstellungsvermögen, Gestaltung
  • Fertigstellen im Zeitrahmen
  • Ausdauer, Motivation und Einsatz

Schwerpunkt der Notengebung liegt bei den praktischen Arbeiten der Kinder.

Beobachtung des Arbeitsverhaltens

  • Das Lernen ist mir wichtig;
  • Ich arbeite konzentriert und lasse mich nicht ablenken;
  • Ich folge dem Unterricht aufmerksam;
  • Ich beteilige mich an Unterrichtsgesprächen;
  • Ich lasse mich auf neue Aufgaben ein;
  • Ich strenge mich an, auch bei schwierigen Aufgaben;
  • Angefangene Arbeiten bringe ich zu Ende;
  • Ich erledige freiwillige Aufgaben;
  • Ich gestalte den Unterricht mit (Ideen, mitgebrachte Materialien);

  • Ich bin pünktlich.
  • Meine Arbeitsmaterialien sind ordentlich und vollständig.
  • Ich mache meine Hausaufgaben ordentlich, sorgfältig und vollständig.
  • Ich führe meine Hefte wie vereinbart.
  • Sorgfalt ist mir wichtiger als Schnelligkeit;

  • Ich plane meinen eigenen Lernweg;
  • Ich richte meinen Arbeitsplatz ein;
  • Ich kontrolliere meine Arbeiten;
  • Ich protokolliere meine Arbeit;
  • Ich erkenne meinen eigenen Lernfortschritt;
  • Ich erkenne meine Lücken und arbeite diese auf;
  • Ich schätze mich selbst ein;
  • Ich nutze meine Arbeitszeit sinnvoll;
  • Ich erkenne meine Grenzen und bitte um Hilfe:
  • Ich bringe eigene Ideen ein;


Beobachtung des Sozialverhaltens

  • Ich versetze mich in die Lage anderer;
  • Ich nehme andere Kinder so an, wie sie sind;
  • Ich akzeptiere die Meinung anderer;
  • Ich vertrete meine Meinung;
  • Ich bin bereit, einen Streit zu lösen;
  • Ich bin höflich;
  • Ich handle verantwortlich;

  • Ich bin fair;
  • Ich zeige Mitgefühl;
  • Ich gehe auf andere Kinder zu;
  • Ich arbeite mit allen Kindern zusammen;
  • Ich höre anderen Kindern zu;
  • Ich kümmere mich um andere Kinder;
  • Ich nehme Hilfe an;
  • Ich erkenne die Arbeitsergebnisse anderer Kinder an;
  • Ich halte mich an Regeln;

  • Ich nehme Rücksicht;
  • Ich erledige Aufgaben für die Klassen- und Schulgemeinschaft zuverlässig;
  • Ich sehe ein, wenn ich etwas falsch gemacht habe;
  • Ich übernehme die Verantwortung für mein Verhalten und trage die Folgen;
  • Ich gehe mit den Materialien der Schule verantwortungsbewusst um;
  • Ich sorge für Sauberkeit;